Audience-Targeting richtig nutzen
TL;DR
Gutes Targeting erhöht die Aussagekraft: Teste nur dort, wo eine Änderung relevant ist. Aber Vorsicht – zu enge Segmente verlängern die Laufzeit.
Nicht jede Änderung ist für jeden Besucher relevant. Mit Audience-Targeting grenzt du Experimente auf die Besucher ein, bei denen sie wirklich etwas bewirken – und erhöhst so die Aussagekraft deiner Tests.
Was ist eine Audience?
Eine Audience ist eine Zielgruppe, definiert über kombinierbare Bedingungen. In Splitwave stehen unter anderem zur Verfügung:
- Gerätetyp: Mobil, Tablet, Desktop.
- Besuchszahl: Erstbesucher vs. wiederkehrende Besucher.
- URL-Parameter: etwa Kampagnen-Tags aus deinen Anzeigen.
- Cookies: vorhandene Werte aus deinem Stack.
- Sprache und Referrer: Herkunft und Spracheinstellung des Besuchers.
- Custom-JS: beliebige eigene Bedingung als JavaScript-Ausdruck.
ANY- und ALL-Logik
Bedingungen lassen sich per UND (alle müssen zutreffen) oder ODER (eine genügt) verknüpfen. So baust du präzise Segmente – etwa „mobile Besucher aus einer bestimmten Kampagne".
Seiten-Matching
Zusätzlich legst du fest, auf welchen Seiten ein Experiment läuft. Splitwave unterstützt mehrere URLs gleichzeitig und die Modi exakt, enthält und Regex – inklusive Ausschlüssen.
Environments
Mit Environments trennst du Kontexte wie Staging und Produktion über eigene Regeln. So testest du sicher, ohne echte Besucher versehentlich einzubeziehen.
Die Targeting-Falle
Targeting ist mächtig, aber kein Selbstzweck:
- Zu enge Segmente verlängern die Laufzeit, weil weniger Besucher teilnehmen.
- Zu viele Bedingungen machen Ergebnisse schwer interpretierbar.
- Inkonsistente Kriterien zwischen Tests erschweren den Vergleich.
Faustregel: So breit wie möglich, so eng wie nötig.
Fazit
Gutes Targeting steigert die Relevanz und damit die Qualität deiner Erkenntnisse. Beginne breit, verfeinere bewusst – und behalte die Stichprobengröße im Blick.
Snippet einbauen, Variante bauen, Ergebnisse messen – ohne Entwickler, ohne Cookies.
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